Selbstfahrendes Taxi für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gewinnt Ford Design Award

Köln (ots)

– Selbstfahrendes Taxi für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – Konzept eines Studenten gewinnt Ford Design Award
– Ford Design Award ist ein Bestandteil der New Designers 2021 Awards, der größten Design-Absolventenmesse in Großbritannien
– Das Konzept des barrierefreien und integrativen Taxiservice stellt menschenzentriertes Design in den Mittelpunkt

Calum Gambrill, Student für Produkt- und Industriedesign an der Ravensbourne University in London hat eine Lösung entwickelt, die behinderten Menschen und Senioren einen erschwinglichen, selbstfahrenden Taxiservice für die Fortbewegung in Städten bietet. Sein Konzept namens „Embark“ wurde mit dem Ford Design Award ausgezeichnet, einem Bestandteil der New Designers 2021 Awards – der größten Design-Absolventenmesse in Großbritannien. Der Ford-Award forderte Designstudenten auf, ein innovatives Nutzungskonzept für autonome Fahrzeuge zu entwickeln, speziell in Bezug auf Innenraum, Zugänglichkeit und Entertainment.

Unterwegs zu sein mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Herausforderung darstellen. Eine behördliche Veröffentlichung aus Großbritannien zeigte, dass Erwachsene mit Behinderung insgesamt 26 Prozent weniger Fahrten unternehmen als Erwachsene ohne Behinderung: https://ots.de/2LLU90.

„Das Thema Zukunft ist eine spannende Aufgabenstellung für alle Designer. Ich freue mich, dass junge Menschen aus den unterschiedlichsten Kreativbranchen über den Tellerrand hinausdenken. Wir müssen neues Terrain betreten, um inspirierende Erfahrungen im Automobilbereich zu schaffen“, sagte Amko Leenarts, Director of Design, Ford of Europe.

Bei „Embark“ handelt es sich um einen barrierefreien und integrativen Taxiservice, der eine Smartphone-App und eine Flotte von selbstfahrenden Elektrofahrzeugen umfasst. Die Nutzer rufen das Fahrzeug mit der App und steigen über eine Seitentürrampe ein. Das WLAN an Bord ermöglicht es den Fahrgästen, während der Fahrt auf das Internet zuzugreifen, um beispielsweise Musik zu hören. Das Fahrzeug würde auch mit anderen autonomen Fahrzeugen vernetzt, um die effizientesten Strecken zu berechnen und verfügbare Parkplätze zu finden. Die Zahlung würde pro Kilometer oder über ein monatliches Abonnement erfolgen.

„Die Einreichung von Calum stellt für uns einen herausragenden Beitrag dar, weil ‚Embark‘ menschenzentriertes Design beinhaltet. Außerdem hat der junge Designer einen Anwendungsbereich für autonome Fahrzeuge identifiziert, der die gewaltigen Potenziale dieser Technologie eindrucksvoll verdeutlicht“, sagte Usha Raghavachari, Direktorin D-Ford, der globalen kreativen Innovationslabore des Unternehmens, die bis zu 15 Jahre in die Zukunft blicken und menschenzentrierte Ansätze in puncto Problemlösung und Design verfolgen.

Für sein Siegerkonzept erhält Calum Gambrill 1.000 Britische Pfund (umgerechnet 1.160 Euro) sowie ein zweimonatiges Mentoring von Designern bei D-Ford. Die Jury setzte sich zusammen aus Amko Leenarts und Usha Raghavachari sowie Betsy Fields-Smith, Direktorin von IDEO, und James McLachlan, Herausgeber der britischen Car Design News.

„Designkonzepte, die reale Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellen, haben in der Regel die größte Wirkung. Sich auf eine Nutzergruppe zu konzentrieren, der öffentlicher Nahverkehr oftmals nur unzureichende Angebote machen kann, erscheint daher sehr lohnenswert und symbolisch für den menschenzentrierten Designansatz der Marke Ford“, fügte Fields-Smith hinzu.

Die zweitplatzierten Einreichungen waren ein Interior-Design-Konzept von Olivia Goldsmith mit einem interaktiven Armaturenbrett und im Dunkeln leuchtenden Sitzen sowie ein sogenannter Bubble-Sitz der Designerin Lili Chen, der sich an menschliche Körperformen anpasst, um Müdigkeit zu reduzieren und den Komfort zu erhöhen. Weitere Beiträge waren Innenräume, die ethische und recycelte Materialien verwenden, psychische Gesundheit und Wohlbefinden betonen und Interaktionen für Spaß und Spiel bieten.

„Während sich viele Einreichungen auf Materialien und Beleuchtungsdesign konzentrierten, fiel derjenige, der ein Mobilitätssystem vorschlug besonders auf, weil er eine Lösung für ein greifbares Problem bietet – nämlich eine Verbesserung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, denen der öffentliche Nahverkehr mitunter keine optimale Beförderungslösung anbieten kann“, sagte McLachlan.

Über „New Designers“

New Designers bietet eine einzigartige Plattform für Nachwuchsdesigner, um sich mit Fachleuten und Verbrauchern zu vernetzen und kreativen Austausch zu realisieren. Als wichtigstes Schaufenster britischer Designabsolventen bringt New Designers die besten Talente mit Unternehmen zusammen. New Designers bietet zwei Wochen lang fesselnde Designentdeckungen und durchbricht dabei die Grenzen zwischen den verschiedenen Disziplinen, um Kooperationen und innovative Denkansätze zu ermöglichen – dabei geht es um neue Ideen, Produkte und Trends. Darüber hinaus ist New Designers eine Plattform für Diskurse und Diskussionen, von sozialen, politischen und ökologischen Themen bis hin zu Möglichkeiten, die im Design genutzt werden können, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten.

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Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter http://www.media.ford.com.

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Justine Schreiber
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