Dauerbrenner „Kripo live“ feiert 30 Jahre

Leipzig (ots) – Am 19. Mai 1990 wurde „Kripo live“ zum ersten Mal vom Deutschen Fernsehfunk (DFF2) ausgestrahlt. Seit 1992 ist die Sendung eine der meistgesehenen im MDR und kann auf bisher 1.474 Sendungen mit insgesamt rund 36.500 Sendeminuten blicken. Die 90-minütige Sondersendung zum Jubiläum „30 Jahre Kripo live“ am 4. Juni, 20.15 Uhr, im MDR-Fernsehen, wirft einen Blick zurück auf die spektakulärsten Kriminalfälle, die die Menschen in Mitteldeutschland bewegt haben. Moderator Gerald Meyer trägt mit Ermittlern Fakten, Indizien und frühere Bewertungen zusammen.

Im Januar 1992 – der MDR hatte sich gerade gegründet – war die Reihe „Kripo live“ bereits zwei Jahre im DDR-Fernsehen auf Sendung. Der MDR übernahm damals das Format, dessen Idee und Konzept von der Journalistin Birgit von Derschau und dem Regisseur Guntram Groß stammten.

In ursprünglich 15 Minuten wurden im Studio ungelöste Kriminalfälle des Sendegebietes vorgestellt. Bereits in den Anfangsjahren stand die Sendung bei den Zuschauerinnen und Zuschauern hoch im Kurs. Seit Januar 1994 ist „Kripo live“ 25-minütig und zeigt u.a. an Originalschauplätzen gedrehte Fahndungsbeiträge und Filmbeiträge mit Aussagen von Opfern, Zeugen, Fachberatern und Ermittlern vor Ort.

MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi: “ ,Kripo live‘ ist eine andauernde Erfolgsgeschichte, die dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit des ‚Kripo live‘ Teams mit der Polizei und dank unserer aufmerksamen Zuschauerinnen und Zuschauer über die vielen Jahre sehr gut funktioniert, so dass die polizeilichen Ermittlungen maßgeblich unterstützt werden können. Bisher haben wir bei ‚Kripo live‘ 8.000 ungelöste Fälle vorgestellt, darunter heimtückische Morde, Entführungen, Verbrechensserien und Brandstiftungen.“

MDR-Redaktionsleiter Achim Schöbel: „Fahndungserfolge und Fälle die durch die Sendung zum Aufklärungserfolg beigetragen haben, sind natürlich die größte Bestätigung für unser Team. Erst jüngst hatten Mitarbeiter einer JVA auf einem Fahndungsfoto einen ehemaligen Insassen wiedererkannt. Zudem konnte ‚Kripo live‘ kürzlich mehrere Dienststellen zusammenbringen, die zuvor jede für sich nach einem Handy-Dieb gefahndet hatten. Durch ‚Kripo live‘ stellte sich heraus, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine deutschlandweit agierende Bande handelt.“

Die Jubiläumssendung „30 Jahre Kripo live“ am 4. Juni, 20.15 Uhr, greift nun einige der spektakulärsten Fälle der „Kripo live“-Geschichte noch einmal auf. So den Mordfall der 20-jährigen Anja Blum in Rietzel (Sachsen-Anhalt). In der Nacht zum 11. Juni 2005 wird sie auf dem Nachhauseweg überfallen und ermordet. Mit Hilfe einer DNA-Analyse wird schließlich der Nachbar als Täter überführt. Der Fall heizt damals die Debatte über eine deutliche Ausweitung der DNA-Analyse an. Die Eltern haben in ihrem Wohnort eine Gedenkstätte für ihre Tochter errichtet. In der Sendung reden sie noch einmal mit Moderator Gerald Meyer darüber, wie die Tat ihr Leben verändert hat.

In den 90 Minuten wird u. a. auch an Sachsens erste Kindesentführung erinnert. Der neunjährige Falko Jähnert kommt 1998 von einem Besuch der Stadtbibliothek Leipzig nicht nach Hause. Drei Tage später geht ein Erpresserbrief mit einer Lösegeldforderung bei der Polizei ein. Die Fahndung wird zur Stunde der Spezialisten: Polizeipsychologen, Verhandlungsexperten und die Ermittler der Leipziger Polizei arbeiten rund um die Uhr daran, eine Spur zu Falko zu finden. Nach zehn Tagen befreit ihn das Sondereinsatzkommando (SEK) Sachsen. Falko Jähnert selbst erzählt, wie er die Situation erlebt hat und man sieht die Bilder von seinem Studiobesuch bei Birgit von Derschau im „Kripo live“-Studio nach seiner Befreiung.

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