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Tag: Wissenschaft

2 Jahre EuGH-Urteil zu den neuen Züchtungstechniken: 23 Verbände fordern rasche Aktualisierung des EU-Gentechnikrechts

Berlin (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung Europa will Nachhaltigkeitsweltmeister werden - ohne Innovationen geht es nicht! Anpassung der Rechtsgrundlage für Anwendung neuer Züchtungstechniken dringend geboten Mit dem European Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie hat die EU-Kommission ihre Vision von einer nachhaltigeren Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion formuliert. Dem wirkt das am 25. Juli 2018 gefasste Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu den neuen Züchtungstechniken (NZT) nach wie vor entgegen. Demnach sind alle Pflanzen, die mithilfe der NZT erzeugt werden, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) nach EU-Gentechnikrecht zu behandeln. Auch zwei Jahre nach dem Urteil führt diese wissenschaftlich nicht begründete Einstufung der NZT weiterhin zu praktischen Problemen für Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und in Europa. Die Anwendung dieser Innovationen in der europäischen Landwirtschaft und im Gartenbau ist damit de facto unmöglich. "Durch Nutzung innovativer Züchtungstechnologien hätte Europa dagegen die Chance, Maßstäbe für Nachhaltigkeit zu setzen. So könnte unsere Landwirtschaft effektiver klimatische Ertragsrisiken mindern, Ressourcen schonen sowie die Biodiversität fördern", betont Thorsten Tiedemann als Grain-Club-Vorsitzender im Namen aller unterzeichnenden Verbände. Gleichzeitig würde damit die Grundlage für eine ausreichende und nachhaltige Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln aus Europa gestärkt. Die Verbände der Agrar-, Gartenbau- und Ernährungswirtschaft appellieren daher an die deutsche Bundesregierung, sich über die EU-Ratspräsidentschaft hinaus dafür einzusetzen, dass das EU-Gentechnikrecht an den Stand der Wissenschaft angepasst wird. Pflanzen, die sich nicht von klassisch gezüchteten unterscheiden, sollten nicht als GVO reguliert werden. Die NZT haben ein großes Potenzial, Ernteausfälle infolge des Klimawandels zu minimieren, indem sie Nutzpflanzen schneller widerstandsfähig gegen Wetterextreme und Schädlinge machen. Auch der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln kann dadurch optimiert werden. So können die Ansprüche der Verbraucher und der...

Karliczek: Finanzielle Mittel zum besseren Verständnis des Coronavirus verdreifacht

Berlin (ots) - BMBF investiert 45 Millionen Euro für Forschungsprojekte zu SARS-CoV-2 mit beschleunigtem Verfahren Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt die Erforschung wirksamer Strategien und Therapien gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 und die von ihm ausgelöste Erkrankung Covid-19 zusätzlich. Die ersten Forschungsprojekte zu einem besseren Verständnis des Virus sind bereits gestartet. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Die Biologie des Virus und seine Verbreitungswege noch besser zu verstehen, ist der Schlüssel für wirksame Therapien und weitere mögliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Gleichzeitig wollen wir untersuchen, wie sich die politischen Entscheidungen und sozialen Empfehlungen im Zusammenhang mit der Pandemie auf jeden einzelnen und unsere Gesellschaft als Ganzes auswirken. Dabei zählen wir auf Wissenschaft und Forschung. Mit ihrem Wissen und ihrem Engagement tun die Forscherinnen und Forscher ihr bestes, um uns Schritt für Schritt zurück in die Normalität zu führen. Wir als Bundesforschungsministerium wollen ihnen daher die Rahmenbedingungen bieten, die sie für ihre Arbeit brauchen. Deshalb haben wir die ursprünglich vorgesehenen Mittel für unseren Förderaufruf zur Erforschung des Coronavirus jetzt verdreifacht. Wir wollen 45 Millionen Euro in knapp 90 herausragende Projekte investieren. Die geförderten Vorhaben decken ein breites wissenschaftliches Spektrum ab: Sie reichen von Grundlagenforschung über klinische Studien bis hin zur Analyse ethischer, rechtlicher und sozialer Fragestellungen im Zusammenhang mit der Pandemie. Damit können wir uns mit aller Kraft den vielen offenen Fragen stellen, um die Eindämmung der Pandemie dauerhaft erfolgreich bewältigen zu können. Damit die Projekte in dieser Ausnahmesituation so schnell wie möglich starten können, galten für den Förderaufruf vom 3. März besondere Bedingungen. In einem besonders schnellen Verfahren wurden weit über 500 Projektideen von unabhängigen Expertinnen...

Karliczek: Grüner Wasserstoff ist der Schlüssel für den künftigen Erfolg der Stahlindustrie in Deutschland

Berlin (ots) - Wasserstofftag des Bundesforschungsministeriums in Salzgitter Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat sich heute in Salzgitter über zwei geplante Großprojekte zur Wasserstoffwirtschaft der Zukunft informiert. Sie wurde vom Niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler und dem neuen Innovationsbeauftragten "Grüner Wasserstoff" MdB Dr. Stefan Kaufmann begleitet. Auf dem Programm stand zunächst der Besuch der Salzgitter AG, in der eine Stahlproduktion mit Grünem Wasserstoff als Energieträger geplant ist. Im Anschluss ließ sich die Bundesforschungsministerin in einem Expertengespräch über das Wasserstoffprojekt H2B im Bremer Industriehafen unterrichten und diskutierte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Perspektiven der Nutzung des Wasserstoffs in Deutschland. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Deutschland ist Industrieland und ein Innovationsland. Die Stahlindustrie mit ihren hochwertigen Arbeitsplätzen zeigt dies wie kaum eine andere Branche. Auch auf ihr beruht unser Wohlstand. Sie verkörpert Tradition und Zukunft gleichermaßen. Die Bundesregierung wird daher am kommenden Mittwoch das Stahlkonzept im Kabinett verabschieden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine starke, international wettbewerbsfähige und klimaneutrale Stahlindustrie am Standort Deutschland. Das ist für die Zukunft unseres Landes von herausragender Bedeutung. Dazu werden wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet noch verstärken. Im Konjunkturpaket der Bundesregierung sind dafür mit diesem Ziel vor Augen erhebliche Mittel vorgesehen. Der Schlüssel, um die Arbeitsplätze der Strahlindustrie in Deutschland zu halten, ist der Einsatz von Grünem Wasserstoff. Durch seine Nutzung lassen sich die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden, die die Stahlproduktion durch die CO2-Bepreisung ansonsten in nächster Zukunft auch immer weiter verteuern würden. Ich habe mich heute beim Wasserstofftag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über aktuelle Projekte informiert. Die Salzgitter AG hat beispielgebend eine klare Vision von der Zukunft der Stahlproduktion in...

MCI wird Teil der Europäischen Universität UlyssEUS

Innsbruck (ots) - EU finanziert Gründung von 24 Europäischen Universitäten | MCI gehört mit der Europäischen Universität ULYSSEUS zu den erfolgreichen Gewinnern | Gründungsfonds mit 5 Mio. EUR dotiert Gemeinsam mit den Universitäten Sevilla, Spanien, Côte d'Azur, Frankreich, Genua, Italien, der Technischen Universität Kosice, Slowakei (TUKE) und der Haaga-Helia Universität in Helsinki, Finnland ist das MCI Teil einer Allianz, die ganz Europa umspannt. 95 assoziierte Partnerorganisationen haben die Bewerbung der Europäischen Universität ULYSSEUS unterstützt. Dazu zählen die Regierungen aller sechs beteiligten Regionen sowie aller sechs Städte. Neben dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck haben zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft die Bewerbung des MCIs mit der Europäischen Universität Ulysseus unterstützt. Zukünftige Studierende werden in den nächsten Jahren einen europaweit vernetzten Universitätscampus erleben. Für die gemeinsamen Studiengänge und Forschungsaktivitäten werden nun die entsprechenden Vorbereitungen mit einer gemeinsamen digitalen Plattform, gemeinsamen Managementstrukturen sowie einem gemeinsamen internationalen Büro am Standort Innsbruck eingerichtet. Studierende des MCI werden dann gleichzeitig Studierende der Europäischen Universität Ulysseus sein. Lehrende und Forschende werden mit ihren Kollegen/innen aller Universitäten in der Allianz Lösungen für ihre Regionen und Städte entwickeln. In einem ersten Schritt werden dazu Innovationsplattformen zu folgenden Themen eingerichtet: - Gesundes Altern und Wohlbefinden - Energie, Transport und Mobilität - Tourismus und Kulturerbe - Digitalisierung - Künstliche Intelligenz - Lebensmitteltechnologie und Kreislaufwirtschaft Stimmen: Faßmann Dr. Bernhard Tilg, Vorsitzender der MCI Generalversammlung, Landesrat für Gesundheit, Wissenschaft, Pflege und Senioren: "Das MCI ist ein Leuchtturm in der heimischen Hochschullandschaft und mit mittlerweile mehr als 12.000 Absolventinnen und Absolventen und zahlreichen Praxis- und Forschungsprojekten eine prägende Einrichtung für den Wirtschafts- und Hochschulstandort. Wir freuen uns sehr, das MCI als Teil der...

Bundesministerin für Bildung und Forschung zu Gast beim Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik

Quakenbrück (ots) - Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat am 09. Juli 2020 das DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. in Quakenbrück besucht. Neben einer Besichtigung des niedersächsischen Forschungsinstituts stand die Bedeutung der Lebensmittelwissenschaften für die Versorgung mit sicheren und nachhaltigen Lebensmitteln im Fokus. Institutsleiter Dr. Volker Heinz informierte die seit März 2018 im Amt befindliche Bundesministerin Anja Karliczek über die aktuelle Forschungsarbeit sowie die Zukunftspläne des DIL. Bei einem Rundgang zeigte Heinz das breite Tätigkeitsfeld des Instituts und informierte über die aktive Forschungsarbeit der Lebensmittelwissenschaften. Themen wie die Durchführung eines internationalen Masterstudiengangs, neue Möglichkeiten zur Nutzung von alternativen Protein- und Fettquellen zur Reduzierung des Fußabdrucks der Ernährung und ein Konzept zur sukzessiven Erweiterung der Biotechnologie wurden im weiteren Verlauf des Besuchs diskutiert. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Karliczek: "Die Ernährung der Weltbevölkerung mit gesunden und sicheren Lebensmitteln ist eine wichtige Aufgabe auch für Europa und Deutschland. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels stehen wir hier vor enormen Herausforderungen. Ich begrüße es, dass das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik einen internationalen Masterstudiengang zur Lebensmittelherstellung anbieten wird, der auch für Studierende aus dem Ausland offen ist. Die Forschung des DIL trägt zu einer biobasierten und nachhaltigen Lebensweise bei. Hierfür setzt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits seit Jahren ein. Im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie fördern wir exzellente Forschung für die Entwicklung nachhaltiger, innovativer, klimaneutraler und ressourceneffizienter Agrar-, Ernährungs- und Lebensmittelsysteme. Biotechnologie, Digitalisierung und Automatisierung sind wichtige Pfeiler der Bioökonomie-Forschung. Bereits heute ermöglicht die Bioökonomie-Förderung des BMBF dem DIL zahlreiche Forschungsprojekte. Es freut mich sehr, dass das DIL seine Forschungsaktivitäten in diesen Bereichen noch weiter ausbauen...

Interaktive 3D-Bemusterung jetzt auch in High-Resolution

Wien (ots) - Finnische Lösung revolutioniert Wohnungskauf Digital und interaktiv Besichtigen, Bemustern und Möblieren im exakten 3D-Modell: Diese Features können Projektentwickler und Bauträger ihren Kund*innen mit GBuilder anbieten. Die revolutionäre digitale Kundenreise gibt es ab sofort auch in HD-Qualität. Das macht das BIM-basierte Kundenportal in Kombination mit den innovativen Projektmanagementfunktionen zum Vorreiter in Sachen Digitalisierung im Wohnbau. Die finnische Software-Firma GBuilder veröffentlicht ein neues, verbessertes 3D-Modul auf ihrer Projektmanagement-Plattform für Wohnbauprojekte: Das Modul verwandelt CAD-Dateien in interaktive 3D-Modelle mit jetzt noch höherer Auflösung. Die Käufer*innen können sich im Modell frei bewegen und die zukünftige Aussicht genießen; sie können das Aussehen sowie die Kosten von verschiedenen Material- und Ausstattungsoptionen in Echtzeit vergleichen und zusätzlich Möblierung ausprobieren. Das ermöglicht den künftigen Bewohner*innen, ihr Zuhause exakt zu visualisieren und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und abzuwickeln. Durch die einzigartige Verbindung von CAD-Dateien und Ausstattungsinformationen zu einem interaktiven 3D-Modell entfallen für Projektentwickler und Ausführende mühsame Material- und Mengenkalkulationen, die Erstellung von Raumbüchern und Verträge und zeitintensive Abstimmungsprozesse. " Ein Zuhause wird dein Zuhause" Das System funktioniert auf jedem gängigen Gerät mit Internetverbindung. Käufer*innen können sich also gemütlich vom Sofa aus einloggen und müssen nicht zwingend Baustellen oder Showrooms besuchen. Für das Vertriebsteam bedeutet das, Wohnungen und Häuser samt Ausstattungsangebot immer und unabhängig vom Baufortschritt präsentieren zu können - und das jetzt in verbesserter Auflösung und hoher Detailtreue. " GBuilder ermöglicht ein Erlebnis, das von Anfang an persönlich und emotional ist - ein Schlüsselfaktor beim Verkauf von noch nicht fertiggestellten Gebäuden, " sagt Jarmo Ollila, Vertriebsleiter von GBuilder. " Bisher mussten sich Wohnungskäufer*innen oft nichtssagende Beispielbilder oder eindimensionale Grundrisse ansehen, jetzt heißt es:...

Österreichisches Unternehmen ermöglicht österreichische Wasserstoffstrategie

Wien (ots) - Herstellung von grünem Wasserstoff erstmals ab 2 Euro/kg möglich - Neue Perspektiven auch für derzeit unrentable Biomassekraftwerke Wie die Hydrogen eMobility AG heute in einer Presseerklärung bekannt gab, verfügt sie über eine Technologie, die mit maximaler Energieeffizienz durch Trocknung und Vergasung von Holz die die Herstellung von grünem Wasserstoff zu einem bis dato nicht erreichbarem Herstellpreis ab EUR 2,-/kg Wasserstoff ermöglichen soll. Dabei setzt das österreichische Unternehmen, das seinen Sitz im Wiener Schloss Schönbrunn hat, auf eine patentrechtlich geschützte eigene Technologie zur Trocknung und Vergasung von Schadholz aus heimischen Wäldern. Dazu der Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Meilinger: "Mit unserer Technologie wird es erstmals wirklich möglich den öffentlichen Verkehr zu ökologisieren, indem Busse, Gemeindefuhrparks und Fahrzeuge der öffentlichen Verwaltung auf Antriebe mit Brennstoffzellen umgestellt werden. Unser Produkt ist reiner grüner Wasserstoff, da wir diesen ausschließlich aus Energieholz und dem durch den Klimawandel erheblich steigenden Mengen an Sturm- und Schadholz herstellen. Damit bieten wir der Forstwirtschaft nicht nur neue Verwertungskapazitäten für diese niederwertigen Holzsortimente an, sondern bewahren sie auch vor dem Hintergrund der damit einhergehenden notwendigen Eindämmung von Borkenkäferschäden vor hohen Wertverlust ihrer Wälder" und Meilinger weiter: "Dabei hat unsere Technologie nicht nur einen ressourcenschonenden Brennstoffnutzungsgrad von mehr als 97%, sondern ermöglicht einen Verkaufspreis unseres grünen Wasserstoffes, der um ca. ein Drittel niedriger sein wird, als die aktuellen Treibstoffkosten aus fossilen Energieträgen wie beispielsweise Diesel. Damit hat unsere Technologie ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, da selbst große Konzerne grünen Wasserstoff derzeit nicht unter einen Preis von EUR 10,--/kg herstellen könnten". In diesem Zusammenhang betont das Wiener Unternehmen auch, dass das von ihm entwickelte Herstellverfahren neben dem Hauptprodukt grüner...

OHB-Chef Marco Fuchs: Neue Copernicus-Missionen zur Erdbeobachtung sind ein starkes Signal Europas für den Klimaschutz

Bremen (ots) - Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB, sieht in der Vergabe sechs weiterer Missionen im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus ein starkes Signal der EU für den Klimaschutz. "Das Bekenntnis zu Copernicus ist für mich ein Beleg dafür, dass Europa es mit dem Klimaschutz wirklich ernst meint", sagt Fuchs. "Denn nun gibt es mit dem EU-Projekt Green Deal nicht nur konkrete Ziele mit einem konkreten Datum bis zu dem Klimaneutralität erreicht werden soll, sondern die Investitionen in die Konstellation neuer Sentinel-Satelliten verschaffen der EU auch die nötigen Instrumente, um umfassend und transparent nachzuweisen, wie weit sie auf dem Weg dahin gekommen ist." Vor allem die CO2M-Mission sei dafür besonders wichtig. "Denn an der Frage, wie sich in den kommenden Jahrzehnten der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre entwickeln wird, wird sich auch das Schicksal der Weltklimas entscheiden. CO2M soll es ermöglichen, Regionen mit starkem Kohlendioxidausstoß zu entdecken sowie allgemein die Vereinbarungen des Klimaabkommens von Paris zu überwachen", sagt Fuchs. Die Relevanz von Erdbeobachtungsmissionen in der Raumfahrt leite sich vor allem durch den Umstand ab, dass sie einen unvoreingenommenen Blick von oben ermöglichten. "Wenn die Menschheit mit Erdbeobachtungssatelliten aus großer Höhe auf den Planeten schaut, verschafft sie sich eindeutige Fakten", sagt Fuchs. "Unsere Kultur basiert schlussendlich auf Erkenntnis, auf Empirie. Man gesteht sich ein, dass man nicht alles weiß, dass Beobachtung noch weitere Erkenntnis bringt und dass diese Erkenntnis dann möglicherweise das Verhalten verändert. Mit der neuesten Technologie satellitenbasierter Erdbeobachtung lassen sich diese Veränderungen heute präzise messen und verfolgen." Globaler Klimaschutz sei aus diesem Grund ohne technische Hilfe aus dem Weltall gar nicht mehr denkbar....

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