War on Cash 2.0 – Anbieter elektronischer Zahlungsmittel nutzen die Corona-Krise aus

Berlin/Bad Homburg (ots) – Viele Geschäfte weisen ihre Kunden derzeit darauf hin, nicht mit Bargeld zu zahlen, um das Infektionsrisiko zu verringern – völlig unnötig, wie unter anderem das Robert Koch-Institut, die Deutsche Bundesbank und die EZB schon mehrfach klarstellten. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass gerade jetzt der War on Cash in die nächste Runde gegangen ist – die Anbieter unbarer Zahlungsmittel locken Händler mit Flatrates und verbesserten Zahlungsmodalitäten. Das Infektionsrisiko ist dabei vorgeschoben, um auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umzusteigen“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW. In den letzten Jahren habe es mehrere Studien von Mastercard & Co. gegeben, in der auf vermeintliche Gesundheitsrisiken hingewiesen wurden. Jetzt im Zeichen der Corona-Krise würden diese Argumente wiederholt. Es würden bei Kunden wie auch beim Verkaufspersonal Ängste geschürt. Die Kartenhersteller agieren wie „Krisengewinner“, so Olschok.

Wer im Supermarkt einkauft und seine Karte aus dem Geldbeutel holt, ist nicht weniger gefährdet, als derjenige der bar zahlt. Das Infektionsrisikos müsse den Gesamtvorgang des Einkaufens im Blick haben. „Unter dieser Betrachtungsweise birgt jeder Griff nach einem Einkaufskorb, der Kühltheke und jedem Produkt im Regal ein erhöhtes Risiko, denn all diese Dinge wurden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zuvor berührt – mal ganz abgesehen vom Gang in den Supermarkt selbst“, so Olschok. Jeder Kunde lege dann die Ware auf das Band, die Beschäftigten wiederum scannen die Produkte und der Kunde greife danach wieder nach den Produkten und am Ende all dieser Vorgänge mache es dann keinen Unterschied mehr, ob der Kunde zum Handy in der Tasche, nach Bargeld oder einer Karte im Geldbeutel greife. „Der einzige Unterschied ist, dass nun die Anbieter elektronischer Zahlungsmittel ihre Chance nutzen, das Zahlungsverhalten nachhaltig zu beeinflussen“, so Olschok.

Alle Bedenken über den „gläsernen Kunden“ scheinen in der Krise ausgeschaltet zu sein. Geringer Datenschutz sei keine gute Werbung für die elektronischen Zahlungsmittel. Auch die Risiken, die beispielsweise die Erhöhung des Zahlungslimits für kontaktloses Bezahlen für den Verbraucher mit sich bringen, werden nicht weiter erörtert. „Da nun auch bei höheren Zahlbeträgen keine Sicherheitsmerkmale mehr geprüft werden, bieten sich Kriminellen immer lukrativere Möglichkeiten des Betrugs. Die Erhöhung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs trägt also nicht nur nicht zum Schutz vor COVID-19 bei, sondern setzt die Bevölkerung auch einem höheren Betrugsrisiko aus“, so Olschok. Wir müssen alles tun, um der Bargeldverdrängung mit fadenscheinigen Argumenten in der Corona-Krise jetzt energisch wirksam entgegenzutreten sagt Olschok abschließend und verweist auf die Stellungnahme der BDGW „Stoppt die Bargeldverdrängung“ (https://www.bdgw.de/images/aktuelles/2020/Stellungnahme_BDG W_zu_Bargeldnutzung_02042020_final.pdf) .

Pressekontakt:

Silke Zöller
Pressesprecherin
Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste
Friedrichstraße 149 – 10117 Berlin
T. + 49 30 288807 26
Mobil + 49 162 7543914
E. zoeller@bdgw.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/60193/4571225
OTS: BDGW BV. Dt. Geld- und Wertdienste e.V.

Original-Content von: BDGW BV. Dt. Geld- und Wertdienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Prnews24
Prnews24https://www.carpr.de
PrNews24.com ist eine etablierte Plattform für Pressemitteilungen, die seit 2012 in Betrieb ist. Neben der kostenlosen Veröffentlichung von Pressemitteilungen stellt unser Nachrichtenportal auch professionelle PR-Services zur Verfügung. Diese Services ermöglichen es unseren Nutzern, ihre Pressemitteilungen effektiv zu veröffentlichen und eine weitreichende Sichtbarkeit zu erzielen, indem sie gezielt an ausgewählte Presseverteiler verteilt werden.

Ähnliche Artikel

Vom Überleben zum Wachsen: Wie Resilient Values Vermögen krisenfest macht

Moderne Geldanlage verlangt mehr als Renditeversprechen. Martin Hackler kombiniert wissenschaftliche Modelle mit persönlicher Beratung, um Portfolios zu schaffen, die auch in turbulenten Marktphasen tragfähig bleiben.

Presseportal-Aktuelle News

Vom Überleben zum Wachsen: Wie Resilient Values Vermögen krisenfest macht

Moderne Geldanlage verlangt mehr als Renditeversprechen. Martin Hackler kombiniert wissenschaftliche Modelle mit persönlicher Beratung, um Portfolios zu schaffen, die auch in turbulenten Marktphasen tragfähig bleiben.

Einfach und schnell – Der dritte Schritt zur Autoverschrottung für BMW, VW, Audi und Mercedes

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die einfache und schnelle Abwicklung der Autoverschrottung. Besonders nützlich ist die kostenlose Abholung für BMW, VW, Audi und Mercedes. Lassen Sie sich von unserer Dienstleistung überzeugen!

Finanzstrategien für Ärzte: Investitionsbooster als Schlüssel zum Erfolg

Ärzte, die ihre Praxis strategisch ausrichten möchten, sollten die finanziellen Vorteile des Investitionsbooster-Programms in Betracht ziehen. Der gezielte Einsatz von steuerlichen Abschreibungen kann den Cashflow erheblich verbessern. Die nachhaltige Ausrichtung der Praxis wird dadurch gefördert.
Jetzt Pressemitteilung veröffentlichen – Mehr Reichweite und Sichtbarkeit im Internet