MDR-Kurzfilmnacht präsentiert mitteldeutsche Filme aus „MDR Shorts“-Initiative

Leipzig (ots) – In Mitteldeutschland ist eine facetten- und ideenreiche Kurzfilmszene beheimatet. Die Kreativen traf die Corona-Pandemie besonders hart. Mit der Aufstockung des Etats für den Ankauf von Kurzfilmen konnte der MDR weitere Filmemacherinnen und Filmemacher unterstützen. Die ersten zehn erworbenen Filme sind am 20. Juli ab 22.55 Uhr in der 35. Kurzfilmnacht im MDR-Fernsehen zu sehen.

Kreative aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden im April vom MDR ermutigt, ihre Kurzfilme anzubieten. Mehr als 150 Filme wurden eingereicht. Mit dem aufgestockten Etat konnten 30 Filme zusätzlich für die Ausstrahlung im MDR-Fernsehen angekauft werden. Die ersten zehn Filme zeugen bei der 35. Kurzfilmnacht vom Ideenreichtum und der großen Bandbreite der Filmschaffenden hierzulande.

Jana Brandt, Hauptredaktionsleiterin Spielfilm, Serie und Kinder: „Der MDR versteht sich seit fast 20 Jahren als Unterstützer der mitteldeutschen Kurzfilmszene und brachte seither hunderte Kurzfilmproduktionen ins Programm. Eine win-win-Situation: Einerseits bieten wir über gute Platzierungen in TV und Mediathek den Filmschaffenden Zugang zu einem breiteren Publikum, andererseits erweitern wir unser Portfolio um neue Talente aus der Region und spannende Filme für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer.“

Um 22.55 Uhr startet die 35. Kurzfilmnacht mit „Neverland Now“ vom Leipziger Filmemacher Georg Pelzer:

Spontan beschließen die beiden Freundinnen Ruth und Kalina, nach Portugal zu fahren. Morgen früh soll es losgehen! Euphorisch ziehen sie durch die Nacht. Doch die entwickelt sich anders als geplant und plötzlich steht ihre Freundschaft auf dem Spiel.

Um 23.10 Uhr folgt die Dystopie „Woche 37“ von Matthias Ritzmann und Julian Quitsch aus Halle/Saale:

In Europa gibt es seit neun Monaten keinen Strom. Kommunikation, Transportwege, Nahrungsversorgung und die persönliche Sicherheit sind zusammengebrochen. Nach einigen Monaten haben sich die Bewohner einer Großstadt mit der Krisensituation arrangiert.

Um 23.20 Uhr zeigt das MDR-Fernsehen „TelH78“ von Alina Cyranek aus Leipzig und Eike Goreczka aus Magdeburg:

Fast ist sie aus dem Stadtbild verschwunden: Die gelbe Telefonzelle der Deutschen Post. Der Film sucht nach den letzten ihrer Art und entlockt ihnen fast vergessene Geschichten.

Es folgt um 23.25 Uhr der Kurzfilm „Nudar“ von Rand Beiruty, die in Weimar studiert hat:

Nudar ist Syrerin und nach Deutschland gekommen, um ihre Karriere als Ärztin fortzusetzen. Während der Dreharbeiten wendet sie die Kamera auf die Filmemacherin Rand Beiruty und ein Dialog entwickelt sich zwischen den beiden.

23.45 Uhr gibt es „Die Fadenkünstlerin“ von René Eckert aus Schöneck:

Klöppeln hat im Erzgebirge eine lange Tradition. Die junge Vogtländerin und ehemalige Schlagzeugerin Stefanie Kölbel verbindet traditionelle Klöppeltechnik mit modernem Design. So entstehen zarte Edelstahlobjekte und Schmuckstücke.

Es folgt um 23.50 Uhr „Heiße Luft“ von Bauhausstudent Mirko Muhshoff aus Weimar:

Der legendäre Bankräuber Magnus wird in einem Interview zu seinen weit zurückliegenden Überfällen befragt. Recht ist ihm das nicht. Auf der Studiotoilette wird er in eine Parallelwelt katapultiert.

„Papagei“ vom Dresdner Filmemacher Adreas Rajchert ist um 23.55 Uhr zu sehen:

Der blonde Transvestit Christina läuft mit seinem ebenfalls blonden Mops Teddy durch Dresden und verteilt Friedensbotschaften. Plötzlich wird Christina direkt in ihrer Wohnung vom Krieg eingeholt. Ein Film über Krieg – oder wie nah der Krieg uns ist.

Der Diplomfilm „Peanuts“ des Leipzigers Tim Romanowsky, der weltweit erfolgreich auf Festivals lief, ist um 0.05 Uhr zu sehen:

Der Animationsfilm erinnert an bekannte Cartoon-Figuren aus den Pioniertagen des Trickfilms und ist eine Hommage an Ub Iwerks, den schnellsten Trickzeichner Hollywoods. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung erhielt er das „Prädikat besonders wertvoll“.

Ab 0.10 Uhr startet mit „M52“ ein unerwartetes Science-Fiction-Abenteuer von Yves Paradis, der in Montreal geboren wurde und seit fünf Jahren in Halle/Saale lebt.

Um 0.20 beschließt der Film „Schutzmaskenpflicht!“ von Lorenz Baumgarten und Niklas Leifert mit einem aktuellen Thema die 35. Kurzfilmnacht:

In einem Restaurant, während einer weltweiten Pandemie bestellt ein einsamer Gast beim gesetzestreuen Kellner ein Würstchen … „Mit dem Kurzfilm ‚Schutzmaskenpflicht!‘ wollten wir den Nerv der Zeit treffen. Dabei war es uns wichtig auch in diesen unsicheren Zeiten Humor und Leichtigkeit hoch zu halten“, betont Filmemacher und Schauspieler Lorenz Baumgarten.

Bereits ab Freitag, dem 17. Juli, sind alle Filme 30 Tage lang in der ARD-Mediathek abrufbar. Weitere Informationen finden Sie unter: mdr.de/kurzfilm

MDR macht sich stark für den Kurzfilm

Der Kurzfilm ist seit 2004 fester Bestandteil im MDR-Fernsehen: Immer in der Nacht von Freitag zu Samstag gegen 1.45 Uhr findet dieser hier sein Publikum. In den darüber hinaus mehrfach im Jahr stattfindenden Kurzfilmnächten werden die aktuellen Kurzfilmankäufe präsentiert. Bislang wurden mehr als 500 Kurzfilmproduktionen im MDR-Fernsehen ausgestrahlt.

Fotos stehen Ihnen honorarfrei unter http://www.ardfoto.de zur Verfügung.

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Kerstin Gensel-Dittmann, Tel.: (0341) 3 00 65 35,
E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/4651813
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